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Krisenintervention

Wann kommt eine Krisenintervention infrage?
Wenn ein Ereignis oder eine anhaltende Belastung Sie so fordert, dass der Alltag kaum noch gelingt. Das kann nach einer Trennung sein, nach einem Todesfall oder wenn sich bei der Arbeit und zu Hause zu viel angesammelt hat. Eine Diagnose brauchen Sie dafür nicht.
Die Krisenintervention ist für Ausnahmesituationen da, in denen keine akute Gefahr besteht. Wir begleiten Sie dabei zu vereinbarten Terminen, in Ruhe und mit Zeit. Fühlen Sie sich selbst gerade nicht mehr sicher, oder ist jemand in akuter Gefahr, wählen Sie bitte die 144. Auf unserer Notfallseite finden Sie weitere Nummern, die rund um die Uhr erreichbar sind, auch die der psychiatrischen Notfalldienste in Zürich, Luzern und Bern.
Was erwartet mich in den Gesprächen?
Am Anfang erzählen Sie, was Sie im Moment am meisten belastet und wie es dazu gekommen ist. Wer mit Ihnen spricht, ärztlich oder psychotherapeutisch, hört zu und fragt nach, bis sich ein Bild ergibt, wie es Ihnen geht und was Ihnen bisher Halt gegeben hat.
In den Gesprächen danach geht es zuerst um Stabilität. Sie besprechen, was Sie jetzt entlastet und wie Sie die nächsten Tage einteilen. Später ordnen Sie mit Ihrer Fachperson ein, was Sie erleben, und überlegen, ob eine weiterführende Behandlung sinnvoll ist.
Die Krisenintervention ist zeitlich begrenzt. Wie viele Gespräche es braucht, hängt von Ihrer Lage ab und wird unterwegs mit Ihnen festgelegt. Sie können vor Ort oder per Video stattfinden. Welche Form für Sie passt, stimmen Sie mit Ihrer Fachperson ab.
Was, wenn die Krise länger anhält?
Bei manchen Krisen genügen einige Gespräche. Andere machen sichtbar, dass sich schon länger etwas aufgestaut hat. Was davon zutrifft, zeigt sich oft erst im Verlauf, und Ihre Fachperson spricht es offen mit Ihnen an.
Braucht es mehr Zeit, geht die Krisenintervention in eine weiterführende Behandlung über. Unsere Fachärzt*innen können die Abklärung vertiefen und eine Diagnose stellen. In einer Psychotherapie haben Sie über längere Zeit einen festen Rahmen, um dem nachzugehen, was die Krise ausgelöst hat.
Sie bleiben dafür bei Medikon. Ihre Fachperson bespricht den Übergang mit den Kolleg*innen, die Sie weiter behandeln.
Krisenintervention bald auch in Ihrer Nähe.
Bern
Genfergasse 11,
3011
Bern
Ab Januar 2027
Luzern
Neulandstrasse 3,
6203
Sempach Station
Ab Februar 2027
Winterthur
Green Spin Areal, Rudolf-Diesel-Strasse,
8404
Winterthur
Ab Anfang 2028

Dipl. Arzt Ilias Koutromanos
Ärztlicher Leiter
